Geschwollene Schamlippen

Eine gereizte Scheide und geschwollene Schamlippen lindern die Lebensqualität: Vielleicht fühlen Sie sich ruhelos, sitzen nicht gerne länger still – oder vermeiden es sogar, Hosen anzuziehen. Oft tragen weitere Beschwerden – wie Brennen oder Juckreiz – zum Unwohlsein bei.

Mögliche Ursachen für geschwollene Schamlippen

  • Chemische Reizung oder allergische Reaktion: Produkte wie Seife, Badezusatz, Lotion, Vaginalspray usw. können aggressive Chemikalien enthalten. Diese reizen den empfindlichen Intimbereich und verursachen Schwellungen und Schmerzen. Übrigens: Manchmal kann eine solche Reaktion auch plötzlich bei Produkten auftreten, die Sie jahrelang problemlos verwendet haben. Unser Tipp: Lernen Sie unsere natürlichen und nebenwirkungsfreien Produkte zur Pflege der Intimzone kennen!
  • Schwellung nach dem Sex: Möglicherweise sind Sie allergisch gegen Latex-Kondome, verwendete Gleitmittel oder das Sperma Ihres Partners. Auch nach zu ruppigem Geschlechtsverkehr in Verbindung mit einer zu trockenen Scheide kann eine Schwellung entstehen.
  • Pilz-Infektion: Diese Erkrankung ist normalerweise an einem weißen Ausfluss zu erkennen, der Hüttenkäse ähnelt.
  • Bakterielle Vaginose: Weitere Symptome sind häufig ein weißer bis gelblicher Ausfluss mit stark fischigem Geruch.
  • Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft erhöht sich der Druck auf die Fortpflanzungsorgane durch das Gewicht des Kindes. Die Durchblutung ist reduziert, was zu Schwellungen und Schmerzen in der Vulva führen kann.
  • Geburt: Während der Geburt wird bei Frauen häufig das Scheiden-Gewebe beschädigt. Das kann später zu Schwellungen und Schmerzen führen.

Geschwollene Schamlippen: vorbeugen & vermeiden

  • Verwenden Sie keine Produkte, die starke Reinigungsstoffe, aggressive Chemikalien, Parfüms oder Farbstoffe enthalten. Falls sich direkt nach der Anwendung eines bestimmten Produkts eine Reizung entwickelt, spülen Sie den Bereich sorgfältig ab, um das Produkt zu entfernen und die Schäden zu begrenzen. Anschließend können Sie ein natürliches, beruhigendes Produkt verwenden, um die Symptome zu lindern und die Heilung zu beschleunigen. Wählen Sie ein Intimpflege-Produkt, das nur sanfte Reinigungsstoffe und keine Duft- oder Konservierungsstoffe enthält – z.B. aus der bioaktiven Multi-Gyn Produkt-Serie.
  • Bei einer trockenen Scheide verwenden Sie während des Geschlechtsverkehrs ein Gleitmittel – oder wenden Sie täglich ein vaginales Feuchtigkeitsgel an, um eine langfristige Wirkung zu erzielen. Ist die Reizung bereits eingetreten, verzichten Sie lieber auf Sex, bis der Bereich abgeheilt ist.
  • Bei Pilz-Infektion oder bakterieller Vaginose hilft Ihnen Ihr/e GynäkologIn fachgerecht weiter. Sie können auch ein – auf Präbiotika basierendes – Produkt anwenden, um das Gleichgewicht Ihrer Scheidenflora wiederherzustellen.
  • Vermeiden Sie enge Kleidung – vor allem, wenn die Reizung noch anhält. Achten Sie auf Unterwäsche aus natürlichem, atmungsaktivem Material wie Baumwolle. Unser Tipp: Versuchen Sie, ohne Unterwäsche zu schlafen. So kann die Haut über Nacht „atmen“.
  • Erste Hilfe: Kühlen Sie den gereizten Bereich mit kalten Kompressen oder einem Eisbad. Die Kälte reduziert die Schwellung und lindert so vorübergehend die Schmerzen.
  • Widerstehen Sie dem Drang, zu kratzen: Das kann das Gewebe verletzen und die Symptome verschlimmern.
  • Wichtig: Wenn die Schwellung Ihrer Schamlippen länger als eine Woche anhält, suchen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt/Ihre Ärztin auf!

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