Behandlung von Scheidenpilz

Scheidenpilz – auch Candidiasis, Candida, Soor oder vaginale Pilz-Infektion genannt – zählt zu den häufigsten Scheiden-Infektionen. Als Symptome gelten dicker weißer Ausfluss sowie starke Rötung, Juckzreiz im vulvovaginalen Bereich und Brennen beim Urinieren oder Sex. Eine sichere Diagnose und Behandlung kann nur durch ärztliche Untersuchung und Rücksprache erfolgen.

Kann ich Scheidenpilz auch selbst behandeln?

Zahlreiche Medikamente und Produkte für die Behandlung von Candida sind rezeptfrei erhältlich: Antimykotika-Cremes, orale Antimykotika, Probiotika, Präbiotika und andere Präparate. Das bedeutet, dass Sie theoretisch mit der richtigen Selbst-Diagnose eine Pilz-Infektion auch ohne ärztliche Rücksprache behandeln können. Die üblichen Symptome des vaginalen Soors können jedoch auch manchmal durch etwas anderes verursacht werden: z.B. durch vaginale Trockenheit oder eine bakterielle Infektion. Darüber hinaus könnte der Scheidenpilz eine sexuell übertragbare Krankheit mit ernsthafteren Folgen überdecken. Deshalb raten wir, dass Sie – aus Verantwortung sich selbst und Ihrem Partner gegenüber – in jedem Fall lieber Gynäkologin oder Gynäkologen aufsuchen.


Wie Intim-Hygiene Infektionen vorbeugen kann

Bei allgemeiner Gesundheit – und wenn keine Schwangerschaft vorliegt – gilt vaginaler Soor normalerweise als nicht gefährlich oder gar lebensbedrohlich. Die lästigen bis hin zu schmerzhaften Symptome können aber Alltag, Beziehung, Sex und allgemeines Wohlbefinden beeinträchtigen. Nach ärztlicher Diagnose und Therapie können Sie daher mit natürlichen Gels und Sprays versuchen, die Symptome zu lindern. Die Verwendung von Präbiotika können parallel ihre Scheidenflora stärken und schützen. Gute Hygiene-Gewohnheiten fördern den Heilungsprozess von Scheidenpilz zusätzlich – und tragen auch dazu bei, dass er nicht laufend wiederkommt.


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